23.07.2026 Dosenmoor und Bordesholmer See
Wir beginnen unsere Wanderung am Bahnhof Bordesholm, halten uns zunächst nordwärts, gelangen über die Niederung des Stintgrabens zur Kieler Straße, und erreichen die auf der Nordseite des Bordesholmer Sees gelegene Klosterkirche. Dort werden wir von Frau Ute Kulm vom Kulturverein Bordesholm Land empfangen, die uns durch die Kirche und den benachbarten Gewölbekeller führt. Das Kloster hat seinen Ursprung im Novum Monasterium, dem Augustinerkloster in Neumünster, das im 12. Jht. vom Slawenmissionar Vicelin gegründet und 200 Jahre später nach Bordesholm verlegt wurde. Für die Klosterkirche schuf der berühmte Holzschnitzer Brüggemann den nach ihm benannten Altar, der nach Auflösung des Klosters und der dort angesiedelten Lateinschule Mitte des 17. Jhts. in den Schleswiger Dom überführt wurde. Aus der Lateinschule ging die Kieler Universität hervor.
Unser Weg führt uns am Ostufer des Bordesholmer Sees entlang nach Mühbrook am Nordrand des Einfelder Sees. Nach unserer Mittagspause gehen wir auf dem östlichen Teil des Rundwegs bis zur Einfelder Schanze, überqueren die Landstraße nach Kiel und kommen ins Dosenmoor, das mit ca. 5 km² Fläche zu den eindrucksvollsten Mooren des Landes Schleswig-Hostein zählt. Zunächst geht es am Nordrand entlang, und wir sehen den Übergang von der Moränenlandschaft zum Moor. Auf einem Querweg kommen wir direkt ins Moor und sehen die Spuren intensiven Torfabbaus, der bis zum Ende der siebziger Jahre des letzten Jhts. andauerte.
Seitdem ist das Moor streng geschützt und wird wiedervernässt. Ergebnis dieser Bemühungen können wir von einem Bohlenstieg aus bestaunen. Wir sehen Torfmoos, Sonnentau, Wollgras, Moosbeere, Sumpfkalla und andere Pflanzen.
Zurück am Einfelder See bestaunen wir die Bildhauerarbeiten am Strand, die vor fast 40 Jahren dort entstanden. Die steinernen Skulpturen sollen den Einklang von Kunst und Natur ausdrücken. Von der Bahnstation Einfeld fahren wir mit dem Zug zurück.









