21. 03.2026 Von Moisling nach Lübeck
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Von der Bahnstation Moisling folgen wir dem Feldweg südlich der Bahn und erreichen den Elbe-Lübeck-Kanal. Dieser wurde im späten 19. Jht. gebaut. Sein Vorgänger ist der ehemalige Stecknitzkanal, der im Mittelalter für den Salztransport von Lüneburg nach Lübeck genutzt wurde. Ein Teil des Stecknitzverlaufs gehörte zum Lübecker Landgraben, ein im 14. Jht. errichteten Verteidigungssystems, das Lübeck in weitem Abstand umspannte. Auch Flussabschnitte der Trave und Wakenitz wurden mit einbezogen.
Nach Unterquerung die Bahn geht es in nördlicher Richtung den Kanal entlang zur Geniner Dorfstraße. Wir überqueren den Kanal und erreichen den Ortskern von Genin mit seiner historischen Kirche St. Georg aus dem 13. Jht. und seinem ebenso alten Friedhof, der seither als Begräbnisstätte genutzt wird. Der freundliche Friedhofsgärtner Herr Rißmann schließt für uns die Kirche auf und erklärt die baulichen Besonderheiten dieses historischen Bauwerks. Hinter der Kirche steht eine Reihe mit sehr alten Eichen, eine davon mit einem Umfang von ca. 6 Metern. Ein bereits abgestorbener Baum ist mit Fraßgängen des Heldbock-oder Eichenbockkäfers durchsetzt. Dieses Vorkommen ist eine große Besonderheit und das einzig bekannte in Schleswig-Holstein, denn der Käfer ist nahezu ausgestorben. Uns wird erklärt, dass nur solche Eichen als Wirtspflanze in Frage kommen, die bereits geschwächt sind. Gesunde Bäume werden dagegen nicht befallen.
Wir verlassen Genin in südlicher Richtung, überqueren die Bahn und umrunden ein Gewerbegebiet. Von der Kronsforder Landstraße geht es rechts ab in ein Wohngebiet zur Vorrader Straße. Wir durchqueren das Gelände des Ringstedtenhofs, ein Bio-Landwirtschaftsbetrieb und Jugend-Naturschutz-Hof. Hier werden Kinder und Jugendliche mit den Prinzipien des ökologischen Landbaus vertraut gemacht. Weiter in östlicher Richtung überqueren wir die Berliner Allee am Bahnhaltepunkt Hochschulstadtteil, wandern entlang der Niederung des Landgrabens und gelangen an die Stelle, wo die Ratzeburger Allee den Landgraben kreuzt. Hier war ehemals eine Zollstation, der Grönauer Baum. Wir überqueren die verkehrsreiche Straße und folgen dem Landgraben bis zur Einmündung in die Wakenitz. Nach einen kurzen Strecke flussabwärts überqueren wir die Wakenitz auf einer schmalen Fußgängerbrücke und unterqueren gleich darauf die Bahnstrecke nach Bad Kleinen. Wir umrunden den Kleinen See und wandern auf dem Uferweg der Wakenitz bis zur Moltkebrücke. Von dort geht es in die Innenstadt zur gemütlichen Kaffee-Einkehr als Abschluss unserer Wanderung. Der Zug bringt uns anschließend planmäßig nach Buchholz zurück.











